Silhouette einer Frau am Strand bei Sonnenaufgang

Embodiment

Unser Körper ist der Erfahrungsraum, mit dem wir aufs Engste verbunden sind. Was wir leiblich erfahren und spüren, übersteigt oft das, was unser Verstand zu begreifen vermag. Beim Embodiment geht es um Verkörperung – Verkörperung von Wahrnehmung, Erleben, Resonanz. Die Psychologie nutzt schon lange Embodiment-Ansätze, weil sie um die gegenseitige Wechselwirkung von Körper und Seele weiß. Durch das Einbeziehen des Körpers lassen sich Verarbeitungsprozesse ganzheitlicher ausrichten und tiefere Ebenen der Verarbeitung erreichen.

So verhält es sich auch mit dem spirituellen Embodiment. Der Körper wird zum Teil unserer Resonanzerfahrung. Wir tun etwas aktiv und es geschieht etwas passiv in uns. Wir erleben spirituelles Embodiment in der Musik, beim Tanz, bei bewusster Körperarbeit, beim Pilgern oder Singen.

Spirituelles Embodiment hat eine lange Tradition. Viele Religionen beziehen den Körper bewusst ein. Durch spirituelles Embodiment lassen sich die Menschen berühren und finden zu sich selbst. Sie öffnen sich, spüren ihre Präsenz und erreichen eine neue Ebene des Erlebens von Transzendenz und Verbundenheit. Seit Jahrhunderten wird getanzt, gepilgert, dem Körper achtsam begegnet, gesungen, mit dem Körper gebetet. Körpergeist steht in dieser Tradition. 

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